Kalkbreite, Zürich

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Kalkbreite

Kalkbreite, Zürich ©Martin Stollenwerk

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Kalkbreite

Gemeinschaftliche Cafeteria ©Martin Stollenwerk

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Kalkbreite

Nordwestliche Ansicht mit Blick auf öffentliche Sockelgeschossnutzungen ©Martin Stollenwerk

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Kalkbreite

Koch- und Wohnbereich mit privatem Aussenraum ©Martin Stollenwerk

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Kalkbreite

Foyer mit gemeinschaftlichen Aufenthalt und Waschsalon ©Martin Stollenwerk

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Kalkbreite

Kochbereich mit visuellem Bezug zum Lichthof ©Martin Stollenwerk

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Kalkbreite

Schwarzplan

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Kalkbreite

Grundriss Erdgeschoss

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Kalkbreite

Grundriss 2. Obergeschoss

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Kalkbreite

Grundriss 6. Obergeschoss

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Kalkbreite

Grundriss Grosshaushalt 6. Obergeschoss

Die Kalkbreite steht an städtebaulich prägnanter Stelle zwischen zwei Quartieren und vereint die Nutzungen Wohnen, Dienstleistung und Gewerbe in einer identitätsbildenden kompakten Grossform.
Eine Erschliessungskaskade verbindet Innen und Aussen sowie die begehbaren Dächer und Terrassen über der Tramhalle. Die Kalkbreite bietet vorwiegend innovative und flexible Wohnformen.
Die Siedlung wurde bezüglich Energie und Ökologie nach den Zielen der 2000 Watt-Gesellschaft erstellt und erfüllt den Minergie-P-Eco Standard.
Das siebengeschossige Gebäude wurde in hybrider Bauweise mit einer Fassade aus vorfabrizierten Holzelementen realisiert.

Innovation
Die ergänzenden Nutzungen im Bereich Wohnstandort sind sehr vielfältig und greifen stark in die umliegenden Quartiere. Das fein austarierte System an ergänzenden Nutzungen wird den verschiedenen Öffentlichkeitsgraden  gerecht und kann je nach Funktion von unterschiedlichen Nutzergemein­ schaften oder Personen belegt werden. Diese Aspekte sowie die flexiblen Wohn­formen werden mit Innovationspunkten gewürdigt. Als weitere Innovation wird die Autoverzichtserklärung der Bewohnerschaft während der Mietdauer gewertet. Die Kalkbreite ist mit ÖV bestens erschlossen, zudem werden über Mobilitätsfonds unpersönliche Abonnemente zur Verfügung gestellt. Die Velo­Infrastruktur ist für eine intensive Nutzung ausgebaut. Zur  Erhebung des Verkehrsverhaltens dient ein Monitoring. Im Bereich Wohnanlage werden die unterschiedlichen öffentlichen Mehr­zweck-­ und Gemeinschaftsräume gewürdigt. Erwähnenswert ist beispielsweise das vielfältiges Angebot an Küchen: Gartenküche, Cafeteria mit Küche,  Grosshaushaltsküche mit Köchin. Weiter wird der Umgang mit dem öffentlichen und privaten Aussenraum als Innovation hervorgehoben. Die meisten Wohnungen besitzen zwar keinen  privaten Aussenraum. Als Kompensation dient, neben dem Stadtraum, die  grosszügige Dachterrasse, die teilweise öffentlich zugänglich und nutzbar ist.  Dieser Umgang mit Aussenräumen im städtischen Kontext erscheint mutig und sorgt für eine interessante Durchmischung von Nutzungen und Sozialräumen.

Fakten

Auftragsart
Projektwettbewerb im offenen Verfahren 2008, 1. Rang
Adresse
Kalkbreitestrasse 6, 8003 Zürich
Bauherrschaft
Wohn- und Gewerbebau: Genossenschaft Kalkbreite, Kalkbreitestrasse 2, 8003 Zürich; Tramhalle: Amt für Hochbauten Stadt Zürich
Planung
2009–2011
Ausführung
2012–2014
Architektur
Müller Sigrist Architekten AG, Zürich
Bauingenieur
Dr. Lüchinger+Meyer Bauingenieure AG, Zürich
Elektro-Planung
IBG B. Graf AG Engineering, Winterthur
Bauphysik
BWS Bauphysik AG, Winterthur
Landschaftsarchitektur
freiraumarchitektur gmbh, Luzern
Anlagekosten
Wohn- und Gewerbebau: BKP 1–9 CHF 63.5 Mio.; Tramhalle: BKP 1–9 CHF 11.5 Mio.
Baustandard
Minergie-P-ECO, 2000-Watt-Gesellschaft
Bauleitung
b+p baurealisation ag, Zürich
Sanitär-Planung
sertis engineering GmbH, Zürich
HLK-Planung
3-Plan Haustechnik AG, Winterthur
Holzbauplanung
Makiol + Wiederkehr, Beinwil am See
Farbgestaltung
Jörg Niederberger, Büren NW
Signaletik
HinderSchlatterFeuz Grafik, Zürich
Wohnstandort Potenzial Qualität Innovation Punkte (max. 4)
K1/Wohnungsangebot 1.0 3.0 0.0 4.0
K2/Ergänzende Nutzungen 1.0 3.0 1.0 4.0
K3/Mobilität und Verkehr 1.0 3.0 0.0 4.0
K4/Räumliche Anbindung 1.0 4.0 0.0 4.0
K5/Grossflächiges Freiraumangebot 1.0 2.0 0.0 3.0
K6/Partizipation 1.0 4.0 0.0 4.0
Gebrauchswert Wohnstandort (max. 24) 23.0

 

Wohnanlage Quantiät Qualität Innovation Punkte (max. 4)
K7/Langsamverkehr 0.0 4.0 0.0 4.0
K8/Gemeinsamer Aussenbereich 2.5 3.0 0.0 4.0
K9/Motorisierter Individualverkehr 0.0 2.0 1.0 3.0
K10/Hauseingangszone und Wohnungszugänge 3.0 3.0 0.0 4.0
K11/Gemeinsame Abstellräume 3.0 2.0 0.0 4.0
K12/Mehrzweck- und Gemeinschaftsräume 3.0 3.0 1.0 4.0
K13/Wasch- und Trocknungsräume 3.0 3.0 0.0 4.0
K14/Veränderbares Raumangebot 3.0 3.0 0.0 4.0
Gebrauchswert Wohnanlage (max. 32) 31.0

 

Wohnung (Ø aller Wohnungstypen) Quantiät Qualität Innovation Punkte (max. 4)
K15/Nettowohnfläche 2.0 1.5 0.0 3.5
K16/Zimmergrösse und zusätzliches Flächenangebot 2.5 1.5 0.0 4.0
K17/Vielfältige Nutzbarkeit 2.5 2.0 0.0 4.0
K18/Möblierbarkeit der Zimmer 2.5 2.5 0.0 4.0
K19/Koch- und Essbereich 0.0 3.5 0.0 3.5
K20/Ausstattung Sanitärbereich 1.5 1.0 0.0 2.5
K21/Möblierbarkeit Abstellbereich 2.0 0.5 0.0 2.5
K22/Anpassungsfähigkeit des privaten Raums 1.5 1.0 0.0 2.5
K23/Privater Aussenbereich 0.5 0.5 1.0 2.0
K24/Übergänge Innen/Aussen 0.0 3.0 0.0 3.0
K25/Private Abstellräume ausserhalb der Wohnung 3.0 3.0 0.0 4.0
Gebrauchswert Wohnung (max. 44) 35.5

 

Gebrauchswert (max. 100 Punkte) 89.5
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